Sonntagsfrühstück, 25.Januar

Es ist wieder Tulpenzeit!

Einen wunderschönen guten Morgen!

Tulpen gehören zu den vielseitigsten und bekanntesten Frühlingsblumen überhaupt und ihre Formen sowie Artenvielfalt bietet für jeden Geschmack das Passende. Ob im Gartenbeet, im Topf auf dem Balkon oder als Strauss für den Esstisch – Schnitttulpen bringen früh Farbe in Spiel, besonders dann, wenn man glaubt, der Winter wird nie zu Ende gehen.

 

 

Tulpen-Liebhabern erzähle ich bestimmt nichts Neues, wenn ich schreibe, dass es über 4000 verschiedene Tulpensorten gibt. Dabei entscheiden Blütenform, Blütezeit und Abstammung darüber, in welche Gruppe eine Tulpe landet. Viele der verschiedenen Sorten sind auf natürliche Weise entstanden und andere fleißig gezüchtet. Da ist die Gruppe der Schnittblumen Tulpen, die man am häufigsten im Alltag sieht – beim Floristen oder im Supermarkt. Tulpen, die man oft schon Anfang Januar kaufen kann kommen meist aus Holland. Dort werden sie durch kontrollierte Bedingungen zum frühen Blühen gebracht. Sie werden speziell für den Schnitt gezüchtet, in Gewächshäuser kultiviert und sind früh erhältlich, wenn die Sehnsucht nach Frühling und Wärme am größten ist.

Die Gruppe der Gartentulpen werden im Herbst als Zwiebeln gekauft und im Garten oder Balkon gepflanzt. Sie sind oft größer, farbintensiver und vielfältiger in der Blütenform als Schnittblumen. Ich hoffe, dass meine Tulpen auch dieses Jahr wieder reichlich blühen, nachdem ich in Herbst keine Zwiebel neu gesetzt habe. Die botanischen Tulpen gelten als etwas Besonderes in Naturgärten. Sie sind kleiner und zierlicher als herkömmliche Gartentulpen, sehr robust, eigenen sich bestens zum Verwildern und kommen zuverlässig Jahr für Jahr wieder. Diese Tulpenart mag ich im Steingarten ganz besonders und dort haben sie die optimale Bedingung – sonnig, geschützt zwischen den Steinen gedeihen sie prächtig.

Damit man möglichst lange Freude an seinen Schnittblumen Tulpen hat, sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Blütenfarbe der Knospen bereits erkennbar ist. Bei zu früh geschnittenen Tulpen kann es sonst sein, dass die Blüten unreif sind, sich nicht entwickeln und nie in der Vase blühen. Blätter und Blütenknospen sollen sich fest anfühlen und je frischer Tulpen sind, desto mehr quietschen sie, wenn man sie vorsichtig aneinander reibt. Bevor die Tulpe in die Vase gestellt wird, entferne ich das überflüssige Laub, schneide die Enden mit einem scharfen Messer gerade an. Eine Schere würde die Leitbahnen im Stiel quetschen und die Wasserversorgung behindern. Verfärbt sich die Schnittfläche nach einigen Tagen bräunlich, werden die Stiele erneut angeschnitten. Benutzt immer eine saubere Vase und frisches Wasser. Tulpen wachsen im Blühverlauf weiter und wenn die Vase nur mit ca. 2 bis 3 cm Wasser gefüllt ist, kann das Wachstum etwas hinausgezögert werden, weil die Stiele weniger Wasser aufnehmen können. Der Wasserstand muss aber täglich kontrolliert und alle 3 Tage komplett erneuert werden. Am längsten bleiben Tulpen frisch, wenn sie nicht direkt in der Sonne stehen, keine Zugluft abbekommen und nachts an einem kühlen Ort (zum Beispiel im Keller oder in der Garage) lagert. Vor Frost muss der Strauss aber geschützt werden.

 

Mein Strauss für das Wochenende besteht aus einfachen Tulpen aus dem Supermarkt, Freesien, Mimosen und Eukalyptus vom Floristen. Und die besten Bilder entstehen dann, wenn man Glück hat und die Sonne scheint.

Wünsche euch einen wunderschönen Sonntag!